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Die ersten Aufzeichnungen über Büsinger Bürger, finden sich in den hiesigen Kirchenbüchern ab dem Jahr 1615. Nur drei Jahre später brach für Europa eine der schwersten Zeiten mit Tod und Verwüstung an, die unvorstellbare 30 Jahre andauern sollte. Auch das Schaffhauser Umland, wurde nicht von diesem Ereignis verschont. Im Jahr 1633 wurden verschiedene Schaffhauser Grenzorte geplündert und zum Teil niedergebrannt. Büsingen entging der Zerstörung wurde aber wie die Gemeinden Barzheim, Buch und Dörflingen von den mehr als 8000 Mann starken weimarischen Reiterei vollständig geplündert.[1][1a]
In jenen Jahre tauchen die ersten Personen mit dem Familiennamen Wabel in den Kirchenbüchern auf.
Der erste Eintrag beginnt mit der Hochzeit des Hans Wabel und der Barbel von Ow am 29. Februar 1629 in der Bergkirche zu Büsingen[2]. Jedoch sind über Hans und Barbel leider keine weiteren Eintragungen zu finden. Es ist daher anzunehmen, dass Sie wegzogen oder beide der Pest zum Opfer fielen, die in jenen Jahren in dieser Umgebung wütete.
Am 09 Januar 1631 wird mit der Heirat des Konrad Wabel und der Elßbeth Huser ein weiterer Vertreter dieses Namens genannt[2]. Nur wenige Jahre nach der Hochzeit verstarb Elßbeth und Konrad heiratete am 29 Juni 1634 ein weiteres mal und zwar Magdalena Heller[2]. Zusammen hatten Sie fünf Töchter, Margreth, Katharina, Elsabeth, Anna und Margaretha und einen Sohn Andreas, der am 29 November 1663 Barbara Wüger von Schaffhausen, in Büsingen a. H. heiratete. Zusammen hatten Sie zwei Kinder die in Büsingen auf die Welt kamen, mit dem Vermerk, daß die Eltern in Schaffhausen Wohnhaft seien[2]. Weitere Geburten sind nicht vermerkt. Daher ist anzunehmen, das diese Linie in Schaffhausen seßhaft wurde.
Eine weitere Linie beginnt mit der Heirat des Heinrich Wabel und der Margarethe von Ow am 26 August 1632, diese Linie findet sich noch im Jahr 1701 in Büsingen, danach sind keine Verzeichnisse mehr zu finden[2]. Auch hier kann davon ausgegangen werden, daß diese Familie abwanderte.
Die noch heute lebenden Wabel mit Wurzeln in Büsingen a. H. lassen sich, nach heutigen Wissenstand, auf Dionysos Wabel und Ursula Günthardin (Günthart) zurückführen. Mit Ihrer Heirat am 13 August 1637 in der Büsinger Bergkirche, begründeten Sie die Stammlinie der noch heute lebenden Wabel[2]. Aus dieser Linie stammten unteranderem, Hans Konrad Wabel, Vogt und Stabhalter zu Büsingen(24.06.1753 - 14.02.1814), Otto Wabel (16.11.1896 - 12.05.1972) ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Büsingen und Träger des Bundesverdienstkreuzes und der Schweizer Maler Henry (Heinrich Jakob) Wabel (18.02.1889 - 17.01.1981).
Quellen
[1] GEOGRAPHICA HELVETIA, Die Enklave Büsingen, Max Bolli, Seite 233
[1a] Im Thurn und Harder: Chroniken der Stadt Schaffhausen 1844, 3 Buch, Seite 302
[2] Dorfsippenbuch der Gemeinde Büsingen a. H
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